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2006 Eine neue Kunstwelt im Aufbruch

Ein weltweites Phänomen

Seit gut einem Jahrzehnt setzen sich immer mehr Künstlerinnen und Künstler für eine Begegnung mit dem Publikum und für die Nähe zu diesem ein(1). Eine Entwicklung, die umso erfreulicher ist, wenn man bedenkt, wie viele Künstler lange Zeit ausgeschlossen waren. Wir haben in unserer letzten Ausgabe darüber berichtet und dabei auch an das Umfeld erinnert, in dem wir vor zwanzig Jahren unsere Verlagstätigkeit aufgenommen hatten(2).

Messen, Ausstellungen, die Öffnung der Ateliers für das Publikum, Online-Ausstellungen, Kolloquien und Publikationen erfreuen sich in der Tat eines kontinuierlichen Wachstums und überall da, wo sie wirken können, auch einer erfreulichen Entwicklung. Viele Künstlerinnen und Künstler, die früher tatenlose oder resignierte Zuschauer waren, obwohl sie Lieferanten verschiedenster Schauplätze waren, sind heute zu „Unternehmern“ geworden. Sie scheuen sich nicht mehr, gemeinsam in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern neue Events zu initiieren oder bestehende neu zu beleben. Und sie sind bereit, die erforderlichen privaten und/oder öffentlichen Gelder selber aufzutreiben und manche Aktivitäten zum Teil oder zur Gänze selbst zu finanzieren. So wie dies früher viele Meister taten, die sich eigenhändig um ihren Verkauf gekümmert haben(3).

Dieses Phänomen lässt sich weltweit feststellen. Es zeigt nicht nur, wie eng der „offizielle“ Kunstmarkt ist, sondern zugleich auch, dass auf der anderen Seite ein stetig wachsendes Publikum vorhanden ist, das sich wenig aus den jeweiligen Modeströmungen macht und die Kunst spontan durch Begegnungen, Lektüren und Ausstellungsbesuche „kennen lernt“ (und kauft)(4).

Das Engagement der Künstlerinnen und Künstler und das neue Publikum, das sie ansprechen und das durch sie ständig wächst, sind zwei überaus wichtige Entwicklungen für die Vielfältigkeit der Kunst und ihrer Welt – einschliesslich des Vertriebs (Galeristen, Verleger, Journalisten usw.).

Durch unseren Ausbau von Verbindungen zwischen den Künstlern und diesem wachsenden Publikum, das vermehrt auch zu unserer Leserschaft zählt, folgen wir diesen beiden Entwicklungen bereits seit mehreren Jahren. Heute machen wir diese Verbindungen noch bekannter, indem wir Künstler und Publikum einander in einer neuen Form näherbringen, die auf 20 Jahren Erfahrung im Dienste der Künstler und des Publikums gründet.

Eine zweifache Entwicklung: neue Instrumente, um sie zu erkennen und zu fördern

Diese neue Form heisst WHO’S WHO Art club international. Dank seines Wirkens beginnt die Nähe der Künstler zu ihrem Publikum Gestalt anzunehmen.

Fakt ist: Die in der Ausgabe 2006 von WHO’S WHO IN INTERNATIONAL ART 146 präsentierten Künstlerinnen und Künstler sind allesamt Mitglied des WHO’S WHO Art club international.

Mit anderen Worten, die Redaktion honoriert und fördert sie nicht nur wegen ihrer Arbeit und künstlerischen Leistung. Sie honoriert sie auch für ihren Einsatz, den sie in der Kunst für das Publikum leisten und zu dessen Wachstum und Zufriedenheit sie beitragen(5).

Als präsentierte Künstler geniessen sie das Recht, für Ausstellungen, Publikationen, Beratungen, Schätzungen, Vorträge, Begegnungen, Kulturaufenthalte, die Realisierung von Filmen und Reportagen, für Aktivitäten im Internet und die Teilnahme an Messen sämtliche Tätigkeitsfelder des WHO’S WHO Art club international zu nutzen. Und WHO’S WHO IN INTERNATIONAL ART widmet ihnen von nun an all seine Seiten: neben einer von Jahr zu Jahr wechselnden Auswahl historischer Künstler (die derselben Stilrichtung wie die Künstler-Mitglieder angehören) werden jetzt nur noch die Künstler-Mitglieder präsentiert.

Kurzum, genauso wie dies ein Galerist oder ein Konservator dauerhaft tun würde, bietet der WHO’S WHO Art club international jedem Künstler-Mitglied eine beständig wachsende Anzahl an Aktivitäten. Und der WHO’S WHO Art club international bietet seinen Mitgliedern „Verbindungen“, die sie in ihrer Arbeit, bei ihren Beziehungen zur Öffentlichkeit und zu Künstlern sowie beim Wissen um die künstlerischen und kommerziellen Neuigkeiten (offizielle oder weniger offizielle) unterstützen.

Ein weltumspannendes Solidaritätsnetz

Auf diese Weise vereinen wir die heute in dieser neuen Kunstwelt verstreuten Erfahrungen in einem Netzwerk, bestehend aus Künstlerinnen und Künstlern, die die Begegnung mit dem Publikum suchen, und einem Publikum sowie Leuten aus der Kunstbranche, die ein grösseres oder ein neues Publikum suchen.

Durch den WHO’S WHO Art club international hat jeder Werdegang seinen Platz, denn jeder und jede bereichert den anderen mit seinen eigenen, neuen oder langjährigen Erfahrungen – sei dies als Künstler, als Kunstvermittler, als Kunstvertreiber, als Publikum, als Meinungsbildner oder als Käufer.

Der WHO’S WHO Art club international baut mit Hilfe dieser vielen individuellen und weltweiten Werdegänge ein weltumspannendes Solidaritätsnetz mit gemeinsamen Interessensschwerpunkten und Zielen auf. Die Mitglieder auf der einen Seite – d.h. die Künstlerinnen und Künstler – und die Kunstfreunde auf der anderen Seite – d.h. das Privatpublikum und die Kunstbranche – sind nicht nur Akteure, sie profitieren auch als erste von diesem Netzwerk. So bildet sich ein harter Kern...

Unsere Freunde, die Leser und Internetnutzer machen den Weg frei

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Internetnutzer (unsere lieben whoswhoart.com, wie unsere Redaktion sie liebevoll nennt), diese neue Kunstwelt geht Sie also etwas an. Wenn Sie nicht Künstlerin oder Künstler sind, dann vielleicht KunstvermittlerIn, und/oder KunstvertreiberIn und/oder MeinungsbildnerIn und/oder KäuferIn, und/oder BesucherIn. Jede(r) der 146 Künstlerinnen und Künstler, die Sie in dieser Ausgabe (und ab dem 1. März 2006 in unserer Online- Ausgabe) finden, wird Sie – indem er Ihnen durch unsere Vermittlung die Türen zu seinem Atelier öffnet – ebenfalls in dieses Solidaritätsnetz einbringen, das Sie Ihrerseits ergänzen und bereichern werden.

Sie werden begeistert sein: Diese neue Verbindung wird Ihnen nicht nur erlauben, rascher Zugang zu den Künstlern und den Tätigkeitsfeldern der einzelnen Künstler zu finden, die Sie interessieren. Sie werden auch schneller von einem Künstler zum anderen finden; und Sie werden genauer wissen, was diese Künstler verbindet oder worin sie sich unterscheiden – doch das ist noch nicht alles.

Sie werden durch deren Erfahrungen auch verstehen, was es heisst, „in der heutigen Welt Künstler zu sein“, wenn man nicht zum „Star-System“ gehört; Sie werden ihre Rolle und ganz einfach den Künstler selbst entdecken. Denn eines sollten wir nicht vergessen: nicht jeder Künstler hat Zugang zum Schaufenster des internationalen Marktes für zeitgenössische Kunst(6).

Mit dem WHO’S WHO Art club international werden Sie den gewohnten Markt hinter sich lassen und die Künstlerinen und Künstler mit eigenen Augen und mit Ihren eigenen Regeln sehen.

Ein Grund, weshalb die vielen vom WHO’S WHO Art club international angebotenen Aktivitäten Sie ebenfalls betreffen. Denn Sie werden die Künstler der Ausgabe 2006 (vor allem) in unseren Ausstellungen – neben unseren übrigen Publikationen – und auch auf unserer Website www.whoswhoart.com weiterverfolgen können: sie ist ein Schaufenster all unserer Aktivitäten und wird hoffentlich zu einem regen Austausch von Erfahrungen, Anregungen und vielerlei Ideen führen.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Internetnutzer, wir laden Sie ein: werden Sie aktive Freunde des WHO’S WHO Art club international, indem Sie all diese Aktivitäten für eine bessere Sichtbarkeit der Kunst mitverfolgen und unterstützen.

Manche unter Ihnen könnten darüber hinaus auf Wunsch und periodisch im Steuerungskomitee mitwirken – unserem Gremium für Ideen und Initiativen der Künstler-Mitglieder und Kunstfreunde, deren Zeitschrift L’art ensemble zweimal jährlich als Druckversion und auf unserer Website erscheint(7). Mit welchem Ziel? Um das ganze Jahr über besser über die aktuellen Themen der Künstler-Mitglieder und das Leben des WHO’S WHO Art club international informiert zu sein: über vergangene Ereignisse (Bilanz), über Aktuelles (das man verfolgen sollte) und über Zukünftiges (das man nicht verpassen sollte) – um nur einige Rubriken zu nennen(8).

Die Redaktion hat sich zum Ziel gesetzt, diese neue Kunstwelt über die Künstler-Mitglieder bekannt zu machen. Und sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Bekanntheit dieser neuen Kunstwelt mit Ihrer Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser, noch weiter zu erhöhen und auszubauen. WHO’S WHO IN INTERNATIONAL ART erfreut sich seit zwanzig Jahren einer treuen und wachsenden Leserschaft – auch in der Cyberwelt der Kunst, die wie die ganze Cyberwelt unaufhaltsam wächst(9)...

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen dieser Seiten... bis bald auf unserer Internetseite, in den Ateliers oder überall, wo Künstler-Mitglieder an erster Stelle gezeigt werden oder ganz einfach Schlagzeilen machen!

Die Redaktion


(1) Das Editorial 2005 kann auf unserer Website www.whoswhoart.com aufgerufen werden. Wir werden zudem in Kürze eine Reihe älterer in diesen 20 Jahren veröffentlichter Editorials aufschalten, die zeigen, dass so manches heute in der Presse behandeltes Thema oder Essay bei uns bereits damals ganz oben auf der Tagesordnung stand.

(2) Wie ein Bericht über die Situation der Künstler in Frankreich zeigt, der im Beaux-Arts Magazine (September 2005) erschienen ist und sich für einmal nicht nur mit Künstlern befasste, die gerade „in“ sind.

(3) Lange Zeit haben die Künstler ihre Bilder selbst verkauft und zuweilen auch die Bilder anderer Maler: „(...) Die Strukturen dieses neuen, bedeutenden Marktes erlaubten ihnen [den Künstlern], mit der Kunst eine einträgliche Beschäftigung zu finden. Einen Platz auf diesem Markt zu finden war je nach Beruf schwierig. Brueghel, Rubens und Teniers verkauften Gemälde: viele Maler hatten im 18. Jahrhundert den Wunsch, von diesem heranwachsenden Markt zu profitieren.“ In: Le commerce de l’art, de la Renaissance à nos jours, Hrsg.: Laurence Bertrand Dorléac, 1992, Editions de la Manufacture. Siehe auch unsere in der Ausgabe 2001 veröffentlichte Studie, aus der das obige Zitat entnommen ist.

(4) Siehe den hervorragenden Artikel der Journalistin Erika Lederman im Wall Street Journal Europe vom 14./16. November 2003. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass der Online-Informationsdienst Artprice.com im Jahr 2000 die Zahl der Künstlerinnen und Künstler in Europa und den USA auf 1 Million schätzte und die Zahl der „Kunstliebhaber, von denen man annehmen könne, dass sie einmal pro Quartal ein Kunstwerk suchten oder kaufen wollten“, auf 5 Millionen schätzte (an der Biennale in Lyon im Jahr 2000 in Broschur vertrieben).

(5) Zu den Aufnahmekriterien gehört unter anderem, dass jeder Künstler / jede Künstlerin an mindestens einer Einzel- oder Kollektivausstellung pro Jahr teilnimmt.

(6) An dieser Stelle sei auch auf das Buch von Patrick Barrer, Le double jeu du marché de l’art contemporain, Editions Favre 2004, hingewiesen (in dem alles mit Fakten belegt wird).

(7) Die erste Ausgabe erschien im April 2005 und dürfte all diejenigen interessieren, die mehr über die Funktionsweise des WHO’S WHO Art club international erfahren möchten.

(8) Dank Rubriken wie AgendArt, ContactsClub und InfosClub sollte der Austausch zwischen Künstler-Mitgliedern und Freunden des WHO’S WHO Art club international rasch wachsen.

(9) Weltweit eine Milliarde Internetnutzer, davon 220 Millionen in Europa, gemäss ArtAujourd’hui Info (6. Juli 2005). Der Online-Informationsdienst Artprice.com gibt auf seiner Internetseite an, 2,1 Millionen Mal aufgerufen worden zu sein.

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